Strategie unserer Geschäftsbereiche

Seit gut eineinhalb Jahren bringen wir die richtigen Leute zusammen und haben mit unserer Strategie Erfolg. Das ist der richtige Zeitpunkt, um einmal einen Schritt zurückzutreten und fernab des Tagesgeschäfts einmal einen objektiven Blick auf uns selbst zu werfen und zu hinterfragen, was wir tun und wie wir es tun.

Klausur am 11.10.2022 in Bergisch Gladbach

Dazu habe ich mich in dieser Woche einen Tag aus dem Tagesgeschäft und dem Alltag frei gemacht und mich mit einem Berater in Bergisch Gladbach in aller Ruhe zusammengesetzt und mit ihm einmal alle Geschäftsbereiche durchgesehen und bewertet, dann Strategien entwickelt, wie die Stärken von die PRAGMATiKER noch einmal besser genutzt werden können – und wo es eventuell noch Probleme gibt, diese Stärken besser zu kommunizieren.

Direktvermittlung

Die Strategie für die Direktvermittlung bleibt, wie sie ist.

Kern unserer Firma ist und bleibt die Direktvermittlung, dafür brennt unser Herz, das merken wir aber auch am Ertrag. Die Vermittlung von Personal ist unsere größte Einnahmequelle. Gleichzeitig können wir hier aber auch unsere beste Erfolgsquote vorweisen und haben eine große Nachhaltigkeit. Durch die Tatsache, dass wir auch nach einer Vermittlung mit unseren Kandidaten auf Wunsch in lockerem Kontakt bleiben, ist für uns auch belegbar, das bisher bis auf eine Ausnahme alle noch bei ihrem Kunden sind. Das freut uns sehr und ist ein Ansporn, in dieser Richtung weiterzumachen. Hier werden keine Anpassungen unserer Strategie vorgenommen.

Arbeitnehmerüberlassung

Strategie wird erweitert: Arbeitnehmerüberlassung auf Augenhöhe

Unser zweites Standbein ist die Arbeitnehmerüberlassung. Diese betreiben wir aber nicht als Selbstzweck oder als kontinuierliche Einnahmequelle, vielmehr betrachten wir auch die ANÜ als Sprungbrett zum Kunden hin. Es gibt Unternehmen, die keine Budgets für eine Direktvermittlung haben, bei diesen ist die vorgelagerte ANÜ das Mittel der Wahl. Durch unsere Transparenz in der Preisgestaltung und der Kommunikation zu Kunden und Mitarbeiter heben wir uns vom Wettbewerb ab. Am Ende macht die Überlassung auch mehr Arbeit als eine Direktvermittlung, aber wenn wir damit einen Mitarbeiter zu einem neuen Arbeitgeber bringen können, ist es die Mühe wert.

Hier werden wir aber eine schlagkräftige Gruppe von erfahrenen Spezialisten aufbauen, die zeitweise bei Kunden eingesetzt werden soll: Techniker und Kaufleute, die eine Position übergangsweise übernehmen können, bis der Kunde den endgültigen Mitarbeiter für eine Stelle gefunden hat. Mehr dazu folgt in den nächsten Wochen, wenn sich die Truppe langsam formiert.

Freelancing

Schweren Herzens werde ich mich von diesem Geschäftsbereich trennen. In der Vergangenheit, als ich noch bei den Ingenieurdienstleistern angestellt war, habe ich gerne mit Freiberuflern gearbeitet. Es waren nicht sehr viele, aber die Zusammenarbeit hat (meistens) Spaß gemacht. Wirtschaftlich hat der Bereich in den letzten 18 Monaten aber kaum eine Rolle gespielt und es gibt – wie mir mein Berater versichert hat – an der Stelle bessere Konzepte für die Vermittlung, als unseres. Ich könnte das Konzept komplett überarbeiten und das Unternehmen damit neu aufstellen, dann würde ich aber Energie zulasten der Direktvermittlungen binden, und das möchte ich nicht! Daher bleibt mir nur, Freelancing aus dem Programm zu nehmen. Und es ist in Ordnung so.

Kommunikation

In der Klausur wurden auch die Stärken und Schwächen der Unternehmenskommunikation beleuchtet. Stärken haben wir ganz klar in der direkten Kommunikation mit Kunden und Kandidaten, zum Beispiel am Telefon oder im persönlichen Gespräch vor Ort oder per TEAMS. Unsere größten Schwächen sind noch in der Außendarstellung in den sozialen Medien zu finden, wo wir kaum präsent sind. Da wollen wir uns im nächsten halben Jahr besser positionieren. Ziel ist, eine breitere Menge an Bewerbern anzusprechen und unsere Kompetenzen auch an Orten zu zeigen, wo wir bisher noch nicht gut wahrnehmbar waren.

Gedanken zur Arbeit

Kennt jeder: Morgens quält man sich aus dem Bett, geht schlecht gelaunt zur Arbeit. Vielleicht freut man sich auf den einen oder anderen Kollegen. Irgendwann kommt einem aber selbst die Frage: “Warum mache ich das Ganze eigentlich?”

Ging mir lange Zeit auch so, und die Antworten, die man darauf findet, kenne ich auch: Irgendwoher muss ja das Geld kommen. Die Familie muss ernährt werden. Vielleicht auch, weil die Arbeit ja sonst keiner macht. Wenn man es einmal ganz abstrakt betrachtet, investiert man seine Lebenszeit in eine Stelle, auf der man sich nicht wohl fühlt. Man arbeitet nur für seinen Arbeitgeber und brennt irgendwann aus. Aber kann man so eine positive Einstellung zu sich selbst und der Arbeit finden? Meiner Meinung nach nicht.

Die Zwickmühle: Arbeiten für Geld vs. Arbeiten mit Sinn

Mir geht es nicht darum, dass jetzt alle in einem Traumjob wechseln sollen und es dann keinen mehr gibt, der auch “einfache” Arbeiten macht. Ich habe eine Zeitlang im Handel gearbeitet. Kunden zu beraten, damit sie mit gut gelaunt mit dem passenden Produkt aus dem Laden gehen, habe ich wirklich geliebt. Sicher gibt es in allen Berufssparten diese Leute, die ihren Job gerne machen, Erfüllung darin finden und daher auch richtig gut sind. Aber als ich dann bei einem anderen Arbeitgeber mehr und mehr in meiner Freiheit beschnitten wurde und meine Entscheidungen alle von oben gesteuert waren, da habe ich keinen Sinn mehr in meiner eigenen Arbeit gesehen. Um die Familie zu ernähren, habe ich nicht an einen Wechsel gedacht. Statt dessen habe ich mich durchgebissen und eigentlich nur noch Dienst nach Vorschrift gemacht. Das die Ergebnisse meiner Arbeit dann nicht mehr so gut waren, liegt auf der Hand. Ich habe mich immer damit motiviert, dass es wieder besser werden könnte. Wurde es aber nicht. Es war das Beste, was mir passieren konnte, als ich gekündigt wurde. Ich habe danach eine Stelle gefunden, die mich gefördert und gefordert hat und letztendlich dafür vorbereitet hat, heute selbständig zu sein.

Stehen Sie auch an dieser Schwelle? “Passt es einfach nicht mehr”, wie mein damaliger Vorgesetzter gesagt hat? Sie wollen Ihre Arbeits- und Lebenszeit wieder sinnvoll investieren und etwas bewegen? Vielleicht ist es Zeit, dass wir uns unterhalten sollten, denn eventuell habe ich eine Idee, zu welchem Unternehmen Sie passen und wie wir Sie dort hinbekommen…

Weiterbildung am 13.09. und 14.09.2022

Die Gesetzgebung entwickelt sich weiter – und wir tun das auch! Aus diesem Grund besuchen die PRAGMATiKER ein Seminar im Themenbereich der Arbeitnehmerüberlassung, um sich auf den neuesten Stand im Bereich Vertragsgestaltung und dem Verhältnis zwischen Mitarbeiter, Arbeitgeber und Kunden zu bringen.

Während des Seminars sind wir nur eingeschränkt erreichbar. Das Telefon geht auf den Anrufbeantworter, den wir am Abend abhören werden. Mails können wir schneller beantworten, daher freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme unter post@die-pragmatiker.de

100% erfolgreich vermittelt – mit Arbeitnehmerüberlassung

Überlassung verlängert

die PRAGMATiKER freuen sich: Ende letzter Woche wurde unsere Genehmigung für die Arbeitnehmerüberlassung um zunächst ein weiteres Jahr verlängert. Dem ist eine Prüfung unserer bisherigen Überlassungen vorausgegangen, die wir anstandslos bestanden haben – darüber freuen wir uns sehr und danken an dieser Stelle der Frank Coenen Unternehmensberatung, die uns in Sachen Überlassung berät und unterstützt.

Aber treten Überlassung und Vermittlung miteinander nicht in Konkurrenz?

bisherige Erfahrungen

Je nach dem, wie man mit der Arbeitnehmerüberlassung umgeht, ist sie eine wirkliche Chance. In meinem Beitrag vom August letzten Jahres habe ich das einmal für mich beleuchtet, die Genehmigung beantragt und erhalten und losgelegt. Nicht ohne Stolz kann ich heute berichten, dass 100% meiner Arbeitnehmerüberlassungen entweder bereits in eine Übernahme durch den Kunden geendet haben oder dies nach maximal einem Jahr tun werden. Für diese Kunden ist die Arbeitnehmerüberlassung eine Möglichkeit, die Kosten der Direktvermittlung anders im Budget darzustellen. Meine Kalkulation ist so ausgelegt, dass dem Kunden kaum Mehrkosten entstehen, im direkten Vergleich: Das, was ich im Laufe der Überlassung nach Abzug aller kosten verdiene, entspricht ziemlich genau dem, was die Direktvermittlung gekostet hätte.

Dem Mitarbeiter entstehen keine Nachteile aus der Überlassung: Ich stelle von Anfang an sicher, dass der Mitarbeiter dieselben Konditionen erhält bei mir erhält, die er auch beim Kunden bekommt, sobald er übernommen wird. Im Einzelfall (Entfernung zwischen Wohnung und Arbeit mehr als 30km) erhalten die Mitarbeiter bei mir sogar eine pauschale Aufwendung für die Fahrten zwischen Arbeit und Wohnort. Das ist eine Leistung, die der Kunde später nicht übernimmt, hilft dem Mitarbeiter aber gerade jetzt in der Zeit der hohen Spritpreise weiter.

Grundsätze einhalten

Wenn es zu einer Arbeitnehmerüberlassung kommt, ist es mir wichtig, folgende Grundsätze einzuhalten:

  • Es muss passen! Nur, wenn ein Mitarbeiter auf die Stelle des Kunden passt, er damit zufrieden wird und der Kunde seine Anforderungen erfüllt sieht, kann man sich überhaupt über eine Überlassung unterhalten. Es müssen alle drei Parteien etwas davon haben.
  • klare Kommunikation über das Ziel der Überlassung mit dem Kunden und mit dem Mitarbeiter. Dabei werden alle möglichen Szenarien betrachtet, auch, was zum Beispiel passieren wird, wenn eine Übernahme durch den Kunden scheitert oder der Mitarbeiter später vielleicht doch nicht übernommen werden will.
  • Sicherstellen der Gleichbehandlung des Mitarbeiters verglichen mit denen, die es schon im Kundenunternehmen gibt. Und darüber hinaus werden auch gleich die Konditionen für die Zeit nach der Übernahme festgezurrt.
  • Transparente Preisgestaltung für meine Kunden. Mein Versprechen ist, dass ich über die Arbeitnehmerüberlassung keine außergewöhnlichen Vorteile gegenüber einer Direktvermittlung ziehen will. Bei Vertragsabschluss erfahren meine Kunden daher das Gehalt des Mitarbeiters, Zusatzleistungen wie Reisekostenerstattungen und die Höhe meiner umgelegten Allgemeinkosten.
  • Keine kurzfristige Lückenfüllerei. Der Kunde sucht eine Unterstützung durch professionelles Personal für ein kurzes Projekt oder für eine Urlaubsvertretung? Dann bin ich an der Stelle der falsche Ansprechpartner.

Mit dieser Methode bin ich im vergangenen Jahr gut gefahren, auch, wenn ich dadurch vielleicht nicht jeden Auftrag gemacht habe, den ich hätte machen können. Aber es gehört auch schon einmal dazu, einen Bewerber einem Kunden nicht vorzustellen, wenn man den Eindruck hat, dass man nicht gleichzeitig beide Parteien damit glücklich macht.

Aber darum geht es ja: Die richtigen Leute zusammenbringen. Und das mache ich gerne, pragmatisch und umkompliziert.

Gedanken zum Tag

Meine Herausforderung ist es jeden Tag, meine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und mich nicht in der Routine zu verlieren. Ich darf nicht vergessen: Meine Arbeit hier verändert das Leben von Menschen! Ganz gleich, ob ich jemand zu einer neuen Arbeitsstelle verhelfe oder eine Bewerbung ablehne: Es hat Auswirkungen auf die Menschen, die mit mir in Kontakt stehen. Meine Herausforderung ist es jeden Tag, meine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und mich nicht in der Routine zu verlieren. Ich darf nicht vergessen: Meine Arbeit hier verändert das Leben von Menschen! Und das ist eine große Verantwortung.

Mein Ziel ist nach wie vor: Ich möchte Menschen in Stellen unterbringen, in denen sie zufrieden sind und ihre Talente entfalten können. Und ich möchte Firmen Mitarbeiter zur Verfügung stellen, die gut passen und das Unternehmen im Team weiterbringen.

Sommerferien NRW

Die Sommerferien stehen vor der Tür und dieses Jahr gehört NRW zu den Frühstartern. Traditionell bedeutet das für die Wirtschaft, dass man fast die Hälfte der Leute nicht erreichen kann, weil sie in Urlaub fahren, die andere Hälfte trifft in dieser Zeit oft keine Entscheidungen, weil wesentliche Beteiligte für den Findungsprozess fehlen. Dieses Phänomen beobachte ich schon seit 2006, als ich in der Branche der Ingenieurdienstleister angefangen habe. Neben der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sind die Sommerferien die ruhigste Zeit im Jahr.

Sommerferien NRW - oder da, wo man hinfährt

Keine durchgängige Erreichbarkeit im Büro in den Sommerferien

Dementsprechend werde ich in der Zeit vom 27.06. bis zum 09.08. auch keine vollständige Erreichbarkeit garantieren können: Ich fahre mit der Familie dieses Jahr selbst in den Urlaub (vielleicht der letzte gemeinsame Urlaub mit der ganzen Familie – die Kinder werden so schnell groß!), auch in sonstigen Zeit möchte ich flexibler arbeiten können.

Mails werde ich innerhalb von 24 Stunden beantworten. Telefonate werden entweder auf das Handy oder auf die Mailbox weitergeleitet. Die Mailbox wird ebenfalls alle 24 Stunden abgehört. Bewerbungen auf unsere Stellen bearbeiten wir erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub.

die PRAGMATiKER wünschen auch Ihnen eine schöne Sommerzeit und einen erholsamen Urlaub! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!

Ihr Mathias Leopold

Wo das Gras grüner ist…

… oder: Warum ich manche Aufträge lieber nicht mache.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich helfe wirklich gerne! Wenn ich einen Mitarbeiter auf eine gute neue Stelle gebracht habe und ihm die Arbeit dort Spaß macht, freue ich mich auch sehr darüber. Wenn der Kunde ebenfalls zufrieden ist, habe ich meine Arbeit gut gemacht. Ich sehe mich selbst an dieser Stelle als Moderator und “Ermöglicher”: Ich bringe Mitarbeiter oft an den Stellen unter, an die sie bisher selbst nicht gedacht haben. Oder zu denen sie immer schon wollten, aber keinen geeigneten Zugang gefunden haben. Meine eigene Motivation ist der Gedanke, helfen zu können.

Dann gibt es aber auch die Kandidaten, bei denen man von Anfang an spürt, dass sie eigentlich gar nicht wechseln wollen, weil es Ihnen an der aktuellen Stelle nicht gut geht. Sie wollen entweder ihren Marktwert bestimmen, um bei ihrem aktuellen Arbeitgeber neue Forderungen zu stellen. Das kann ich ja sogar noch nachvollziehen. Oder aber sie wollen von einem guten Job in einen besseren wechseln, nach dem Motto: Da kann man vielleicht noch etwas mehr herausholen. Am häufigsten findet man diese Kandidaten auf XING, weswegen ich dort die Motivation stärker hinterfrage als bei der Arbeitsagentur.

Suche nach der Motivation, oder: Wo das Gras grüner ist.
welches Gras wirklich grüner ist, hängt manchmal auch nur von der Perspektive ab.

An dieser Stelle habe ich für mich selbst moralische Bedenken: Wenn ich mit diesen Kandidaten zu meinen Kunden gehe, die oftmals auf langfristige Zusammenarbeit angewiesen sind, wie lange werden diese Kandidaten dort bleiben? Lassen sie sich schnell wieder abwerben? Was sagt es über einen Menschen aus, wenn er seine Stelle deshalb wechselt, wenn er dafür nur ein paar Euro mehr in der Tasche hat? Kann man von ihm eine gewisse Unternehmensloyalität oder gar Verbindlichkeit erwarten?

legitime Motivation

Ich für meinen Teil muss ganz klar sagen: Wenn ich einen solchen Kandidaten gefunden habe, stelle ich ihn nicht beim Kunden vor. Meine Arbeitsweise ist auf Langfristigkeit ausgelegt, sowohl im Umgang mit dem Kunden als auch im Umgang mit Kandidaten. Wenn ich selbst schon Bedenken über die Langfristigkeit einer Zusammenarbeit habe, will ich den Kunden damit gar nicht behelligen.

Ich konzentriere mich auf Kandidaten, die ein ernstzunehmendes Anliegen haben, warum sie den Arbeitgeber wechseln wollen. Als Personalberater arbeite ich mit Menschen, die aktuell in keiner Beschäftigung stehen oder die kurz vor der Kündigung stehen. Kandidaten in befristeten Arbeitsverhältnissen oder in Arbeitnehmerüberlassung gebe ich gerne die Chance, eine langfristige Perspektive durch eine neue Stelle zu bekommen.

Bei allen Bewerbungen, die ich bekomme, suche ich zunächst nach der Motivation: Warum will der Kandidat wirklich wechseln.

von Kunden und Kunden

Umgekehrt trage ich aber auch eine Verantwortung für meine Kandidaten: Es gibt einige Unternehmen, für die ich keine Mitarbeiter mehr gewinnen möchte, da ich weiß, wie die Unternehmensphilosophie gelebt wird. Ich besetze keine Positionen, auf denen es schon mehrere Mitarbeiter gab, die es alle nicht geschafft haben. Ich beschaffe keine Lückenfüller mit dem Argument der Langfristigkeit. Wenn eine Position nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, dann muss ich das wissen und auch meinen Kandidaten sagen. Auch hier ist Kommunikation in alle Richtungen sehr wichtig, und wenn ich merke, dass ein Kunde mit mir nicht kommuniziert, dann bekommt er keine Kandidaten von mir.

Um sicherstellen zu können, ob der neue Mitarbeiter auch auf Dauer zufrieden sein wird im Unternehmen des Kunden, bleibe ich in lockerem Kontakt mit den ehemaligen Kandidaten. So kann ich zum Beispiel bei Unstimmigkeiten und Missverständnissen moderierend eingreifen. Dabei gewinne ich auch einen besseren Eindruck vom Kunden, den ich dann einem neuen Kandidaten mitgeben kann. Nebenbei spare ich dem Kunden so Zeit, in dem ich Kandidaten noch besser einschätzen kann, ob sie zum Unternehmen passen.

Und dann noch die eigenen Überlegungen

Wenn ich von Anfang an Zweifel habe, dass ein Kandidat auf Dauer bei einem Kunden zufrieden sein kann, stelle ich ihn ebenfalls nicht vor. Sicher, einen neuen Job zu finden ist für viele Leute eine sehr hohe Priorität – vor allem aus der Arbeitslosigkeit heraus. Aber wenn der Kandidat zum Beispiel viel zu hoch qualifiziert ist für eine Stelle habe ich doch Bedenken, dass das auf Dauer gut gehen wird. Oder bei deutlichen Einschnitten im Gehalt im Vergleich zu vorher. Oder bei sehr langen Fahrtstrecken, um nur ein paar Punkte zu nennen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist meine Methode. Ich möchte, dass alle Beteiligten mit der Vermittlung zufrieden sind, und das möglichst auf Dauer! Aus meiner Sicht gehört dazu eine realistische Bestimmung der individuellen Positionen und Interessen. Danach treffe ich die Entscheidung, einen Auftrag zu machen oder auch nicht. Sicher geht es mir auch darum, Geld zu verdienen. Aber in allererster Linie möchte ich – wie eingangs schon erwähnt – einfach nur helfen!

Geburtstag!

Kann eine Firma Geburtstag haben? Je nach dem, wie sie entstanden ist, meiner Meinung nach: Ja! Heute vor genau einem Jahr habe ich auf einer Wanderung durch die hiesigen Wälder die Entscheidung getroffen, die PRAGMATiKER zu gründen. Das war aber keine spontane Entscheidung, sondern eine, die wohl durchdacht worden ist.

Auf meinem Blog habe ich damals dazu einen kurzen Beitrag geschrieben, ebenso zu den wichtigsten Entscheidungen und Stationen, die zur Gründung des Unternehmens geführt haben. Ich habe es mir damals nicht leicht gemacht, die Partner, die ich damals wie heute an meiner Seite habe, die mich beraten und unterstützen, waren eine große Hilfe!

An dieser Stelle möchte ich meiner Frau danken, ohne deren Support die PRAGMATiKER gar nicht erst möglich geworden wäre. Ich danke der Gründerhilfe NRW für Rat und Tat bei der Umsetzung meiner Ideen. Mein Dank gilt auch meinen ersten Kunden, die Vertrauen in mich gesetzt haben. Ich bin dankbar für alle Bewerber, die mit mir zusammenarbeiten wollten und wollen. Und nicht zuletzt danke ich Gott dafür, dass ich seine Unterstützung immer wieder spüren darf!

erster Geburtstag von die PRAGMATiKER

Rückblickend betrachtet hat sich in diesem einen Jahr schon viel ereignet – die Infrastruktur steht, es gibt Mitarbeiter, es gibt etliche erfolgreiche Vermittlungen und aktuell jede Menge Aufträge, an denen ich zusammen mit den Kollegen arbeiten kann. Zur Feier des Tages wollte ich eigentlich heute auch eine Wanderung unternehmen, jedoch ist mir heute das Wetter dazwischengekommen. Und so mache ich an diesem Tag, was ich am Besten kann: Menschen und Firmen zusammenbringen!

Ich freue mich auf die Weiterentwicklung im kommenden Jahr und auf alle anderen, die danach kommen. Der erste Geburtstag des Unternehmens wird nicht der letzte sein!

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Bewerbungsgespräch online führen?

Wenn wir ehrlich sind: Es geht nichts über ein Bewerbungsgespräch, bei dem man gemeinsam an einem Tisch sitzt. Es ist schon etwas anderes, mit dem Bewerber wirklich in einem Raum zu sein, ihn nicht nur digital erleben zu können. Aber wie oft bekommt man das heute wirklich noch hin?

Ich habe den Eindruck, dass bei vielen meiner Kunden und auch anderer Dienstleister der Bewerbungsprozess immer komplizierter wird. In meinem Blog habe ich dazu ein selbst erlebtes Beispiel dokumentiert. Im Umkehrschluss haben dadurch die Bewerber in der Regel mehr Termine, die sie wahrnahmen müssen. Und bei den Spritpreisen: Wer fährt heute noch von Karlsruhe nach Gummersbach, nur für ein erstes Vorstellungsgespräch? Bei einem meiner früheren Arbeitgeber wäre diese Weigerung noch ein KO-Kriterium gewesen, aber wie will man heute so noch an Mitarbeiter gelangen?

Ich persönlich finde, dass man die Hürden für ein Bewerbungsgespräch so niedrig wie möglich machen sollte. In meiner Branche geht es meistens auch um die Geschwindigkeit der Prozesse. Wir haben kaum Zeit dafür, lange auf einen Termin zu warten. Für ein erstes Gespräch will ich auch niemanden weit fahren lassen. Es geht noch mal Zeit drauf, das fände ich unhöflich dem Bewerber gegenüber. Wenn alles passt kommt es ja in der Regel zu einem Termin beim Kunden, da kann man sich auch vorher noch persönlich treffen und sich auch persönlich kennenlernen. Dazwischen gibt es viele Möglichkeiten für den weiteren Kontakt mit dem Bewerber. Ich finde, diese vielen “kleinen” Kontakte, die es bei Abstimmungen, Terminvereinbarungen, Profilklärungen und Anderem gibt, geben einen viel besseren Eindruck als der eine lange Termin (oder das psychologische Profil, um noch mal auf meine eigene Erfahrung zurückzugreifen).

Bewerbergespräch gut vorbereiten

digitales Bewerbungsgespräch - ein moderner Baustein bei der Personalgewinnung

Worauf ich auch bei einem digitalen Bewerbungsgespräch achte: Ich präsentiere mich dem Bewerber so, wie er mich auch bei einem Gespräch vor Ort erleben würde. Ich minimiere Ablenkungen, indem ich unter Anderem das Telefon umleite. Eine Tasse Tee darf auch nie fehlen! Ich bereite mich auf das Gespräch genauso vor, wie auf ein physisches Treffen. Dazu nutze ich die Bewerbungsunterlagen, Profile in sozialen Medien und eventuelle Publikationen des Bewerbers.
Dem Bewerbungsgespräch gingen in der Regel schon mehrere Telefonate vorher. Man kann also gleich schon im Thema einsteigen, wenn sich beide Partner im Gespräch eingefunden haben. Wenn ich dabei nach persönlichen Umständen des Bewerbers frage, gebe ich im Gegenzug auch immer persönliche Informationen preis. Am Ende ist es auch eine Vertrauensbasis, die darüber entscheidet, ob ich dem Kunden diesen Bewerber vorstellen möchte oder nicht. Dabei kommt es mir auf die Punkte an, ob der Bewerber erstens von seinen Fähigkeiten auf die Stelle passt und zweitens, ob auch seine Persönlichkeit zum Kunden passt. In der Regel vermittele ich langfristig ausgelegte Stellen, das muss auch für den Bewerber langfristig passen.

Gerade diese Vertrauensbasis ist im digitalen Bewerbungsgespräch schwieriger zu bewerten, als wenn man sich gegenübersitzt. Aber dieses Gespräch ist am Ende auch nur einer der Bausteine, aus dem die Entscheidung abgeleitet wird, ob man gemeinsam an den Kunden herantreten wird – oder halt auch nicht.

Aus meiner Sicht ist das digitale Bewerbungsgespräch ein gute und wichtige Errungenschaft der modernen Personalgewinnung. Sie passt in die Zeit, in der sich auch die Arbeit mehr und mehr dezentralisiert und damit flexibler wird. Und wenn man dafür auf eine Technik zurückgreifen kann, die in der Regel reibungslos funktioniert, gibt es kaum Gründe, die heute noch dagegen sprechen.

neuer Mitarbeiter und neue Telefonanlage

Kaum hat das Jahr so richtig angefangen, dürfen wir die ersten Veränderungen in der Firma bekannt geben:

neuer Mitarbeiter: Manfred Müller unterstützt die PRAGMATiKER bei der Personalgewinnung

Manfred Müller ist “der Neue”

Wir freuen uns sehr, dass wir ab heute von einem neuen Mitarbeiter in der Personalgewinnung unterstützt werden: Mit Manfred Müller werden wir durch einen erfahrenen Personaler unterstützt, der bereits auf lange Jahre als Personalleiter im Mittelstand zurückblicken kann. Herr Müller übernimmt bei uns die Erstansprache von Kandidaten für unsere Vermittlungen und Projekte und wird eingehende Bewerbungsunterlagen auswerten.

Herzlich willkommen, Herr Müller!

Neue Rufnummer durch neue Telefonanlage

Bedingt durch die Erweiterung der Telefonanlage auf eine virtuelle Lösung ändert sich ab heute auch unsere Telefonnummer. Die Änderung war nötig geworden, da wir jetzt alle aus dem Homeoffice arbeiten und damit eine dezentrale Lösung brauchen. Wir sind ab jetzt unter der Nummer

02261/91 636 -0

zu erreichen!

Die alte Rufnummer 02266/465 28 24 wird für eine Übergangszeit noch auf die Zentrale weitergeleitet. Wir bemühen uns nach Kräften, die alte Nummer durchgängig im Internet zu ersetzen.