Sommerferien NRW

Die Sommerferien stehen vor der Tür und dieses Jahr gehört NRW zu den Frühstartern. Traditionell bedeutet das für die Wirtschaft, dass man fast die Hälfte der Leute nicht erreichen kann, weil sie in Urlaub fahren, die andere Hälfte trifft in dieser Zeit oft keine Entscheidungen, weil wesentliche Beteiligte für den Findungsprozess fehlen. Dieses Phänomen beobachte ich schon seit 2006, als ich in der Branche der Ingenieurdienstleister angefangen habe. Neben der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sind die Sommerferien die ruhigste Zeit im Jahr.

Sommerferien NRW - oder da, wo man hinfährt

Keine durchgängige Erreichbarkeit im Büro in den Sommerferien

Dementsprechend werde ich in der Zeit vom 27.06. bis zum 09.08. auch keine vollständige Erreichbarkeit garantieren können: Ich fahre mit der Familie dieses Jahr selbst in den Urlaub (vielleicht der letzte gemeinsame Urlaub mit der ganzen Familie – die Kinder werden so schnell groß!), auch in sonstigen Zeit möchte ich flexibler arbeiten können.

Mails werde ich innerhalb von 24 Stunden beantworten. Telefonate werden entweder auf das Handy oder auf die Mailbox weitergeleitet. Die Mailbox wird ebenfalls alle 24 Stunden abgehört. Bewerbungen auf unsere Stellen bearbeiten wir erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub.

die PRAGMATiKER wünschen auch Ihnen eine schöne Sommerzeit und einen erholsamen Urlaub! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen!

Ihr Mathias Leopold

Wo das Gras grüner ist…

… oder: Warum ich manche Aufträge lieber nicht mache.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich helfe wirklich gerne! Wenn ich einen Mitarbeiter auf eine gute neue Stelle gebracht habe und ihm die Arbeit dort Spaß macht, freue ich mich auch sehr darüber. Wenn der Kunde ebenfalls zufrieden ist, habe ich meine Arbeit gut gemacht. Ich sehe mich selbst an dieser Stelle als Moderator und “Ermöglicher”: Ich bringe Mitarbeiter oft an den Stellen unter, an die sie bisher selbst nicht gedacht haben. Oder zu denen sie immer schon wollten, aber keinen geeigneten Zugang gefunden haben. Meine eigene Motivation ist der Gedanke, helfen zu können.

Dann gibt es aber auch die Kandidaten, bei denen man von Anfang an spürt, dass sie eigentlich gar nicht wechseln wollen, weil es Ihnen an der aktuellen Stelle nicht gut geht. Sie wollen entweder ihren Marktwert bestimmen, um bei ihrem aktuellen Arbeitgeber neue Forderungen zu stellen. Das kann ich ja sogar noch nachvollziehen. Oder aber sie wollen von einem guten Job in einen besseren wechseln, nach dem Motto: Da kann man vielleicht noch etwas mehr herausholen. Am häufigsten findet man diese Kandidaten auf XING, weswegen ich dort die Motivation stärker hinterfrage als bei der Arbeitsagentur.

Suche nach der Motivation, oder: Wo das Gras grüner ist.
welches Gras wirklich grüner ist, hängt manchmal auch nur von der Perspektive ab.

An dieser Stelle habe ich für mich selbst moralische Bedenken: Wenn ich mit diesen Kandidaten zu meinen Kunden gehe, die oftmals auf langfristige Zusammenarbeit angewiesen sind, wie lange werden diese Kandidaten dort bleiben? Lassen sie sich schnell wieder abwerben? Was sagt es über einen Menschen aus, wenn er seine Stelle deshalb wechselt, wenn er dafür nur ein paar Euro mehr in der Tasche hat? Kann man von ihm eine gewisse Unternehmensloyalität oder gar Verbindlichkeit erwarten?

legitime Motivation

Ich für meinen Teil muss ganz klar sagen: Wenn ich einen solchen Kandidaten gefunden habe, stelle ich ihn nicht beim Kunden vor. Meine Arbeitsweise ist auf Langfristigkeit ausgelegt, sowohl im Umgang mit dem Kunden als auch im Umgang mit Kandidaten. Wenn ich selbst schon Bedenken über die Langfristigkeit einer Zusammenarbeit habe, will ich den Kunden damit gar nicht behelligen.

Ich konzentriere mich auf Kandidaten, die ein ernstzunehmendes Anliegen haben, warum sie den Arbeitgeber wechseln wollen. Als Personalberater arbeite ich mit Menschen, die aktuell in keiner Beschäftigung stehen oder die kurz vor der Kündigung stehen. Kandidaten in befristeten Arbeitsverhältnissen oder in Arbeitnehmerüberlassung gebe ich gerne die Chance, eine langfristige Perspektive durch eine neue Stelle zu bekommen.

Bei allen Bewerbungen, die ich bekomme, suche ich zunächst nach der Motivation: Warum will der Kandidat wirklich wechseln.

von Kunden und Kunden

Umgekehrt trage ich aber auch eine Verantwortung für meine Kandidaten: Es gibt einige Unternehmen, für die ich keine Mitarbeiter mehr gewinnen möchte, da ich weiß, wie die Unternehmensphilosophie gelebt wird. Ich besetze keine Positionen, auf denen es schon mehrere Mitarbeiter gab, die es alle nicht geschafft haben. Ich beschaffe keine Lückenfüller mit dem Argument der Langfristigkeit. Wenn eine Position nur für eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht, dann muss ich das wissen und auch meinen Kandidaten sagen. Auch hier ist Kommunikation in alle Richtungen sehr wichtig, und wenn ich merke, dass ein Kunde mit mir nicht kommuniziert, dann bekommt er keine Kandidaten von mir.

Um sicherstellen zu können, ob der neue Mitarbeiter auch auf Dauer zufrieden sein wird im Unternehmen des Kunden, bleibe ich in lockerem Kontakt mit den ehemaligen Kandidaten. So kann ich zum Beispiel bei Unstimmigkeiten und Missverständnissen moderierend eingreifen. Dabei gewinne ich auch einen besseren Eindruck vom Kunden, den ich dann einem neuen Kandidaten mitgeben kann. Nebenbei spare ich dem Kunden so Zeit, in dem ich Kandidaten noch besser einschätzen kann, ob sie zum Unternehmen passen.

Und dann noch die eigenen Überlegungen

Wenn ich von Anfang an Zweifel habe, dass ein Kandidat auf Dauer bei einem Kunden zufrieden sein kann, stelle ich ihn ebenfalls nicht vor. Sicher, einen neuen Job zu finden ist für viele Leute eine sehr hohe Priorität – vor allem aus der Arbeitslosigkeit heraus. Aber wenn der Kandidat zum Beispiel viel zu hoch qualifiziert ist für eine Stelle habe ich doch Bedenken, dass das auf Dauer gut gehen wird. Oder bei deutlichen Einschnitten im Gehalt im Vergleich zu vorher. Oder bei sehr langen Fahrtstrecken, um nur ein paar Punkte zu nennen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist meine Methode. Ich möchte, dass alle Beteiligten mit der Vermittlung zufrieden sind, und das möglichst auf Dauer! Aus meiner Sicht gehört dazu eine realistische Bestimmung der individuellen Positionen und Interessen. Danach treffe ich die Entscheidung, einen Auftrag zu machen oder auch nicht. Sicher geht es mir auch darum, Geld zu verdienen. Aber in allererster Linie möchte ich – wie eingangs schon erwähnt – einfach nur helfen!

Geburtstag!

Kann eine Firma Geburtstag haben? Je nach dem, wie sie entstanden ist, meiner Meinung nach: Ja! Heute vor genau einem Jahr habe ich auf einer Wanderung durch die hiesigen Wälder die Entscheidung getroffen, die PRAGMATiKER zu gründen. Das war aber keine spontane Entscheidung, sondern eine, die wohl durchdacht worden ist.

Auf meinem Blog habe ich damals dazu einen kurzen Beitrag geschrieben, ebenso zu den wichtigsten Entscheidungen und Stationen, die zur Gründung des Unternehmens geführt haben. Ich habe es mir damals nicht leicht gemacht, die Partner, die ich damals wie heute an meiner Seite habe, die mich beraten und unterstützen, waren eine große Hilfe!

An dieser Stelle möchte ich meiner Frau danken, ohne deren Support die PRAGMATiKER gar nicht erst möglich geworden wäre. Ich danke der Gründerhilfe NRW für Rat und Tat bei der Umsetzung meiner Ideen. Mein Dank gilt auch meinen ersten Kunden, die Vertrauen in mich gesetzt haben. Ich bin dankbar für alle Bewerber, die mit mir zusammenarbeiten wollten und wollen. Und nicht zuletzt danke ich Gott dafür, dass ich seine Unterstützung immer wieder spüren darf!

erster Geburtstag von die PRAGMATiKER

Rückblickend betrachtet hat sich in diesem einen Jahr schon viel ereignet – die Infrastruktur steht, es gibt Mitarbeiter, es gibt etliche erfolgreiche Vermittlungen und aktuell jede Menge Aufträge, an denen ich zusammen mit den Kollegen arbeiten kann. Zur Feier des Tages wollte ich eigentlich heute auch eine Wanderung unternehmen, jedoch ist mir heute das Wetter dazwischengekommen. Und so mache ich an diesem Tag, was ich am Besten kann: Menschen und Firmen zusammenbringen!

Ich freue mich auf die Weiterentwicklung im kommenden Jahr und auf alle anderen, die danach kommen. Der erste Geburtstag des Unternehmens wird nicht der letzte sein!

.

Bewerbungsgespräch online führen?

Wenn wir ehrlich sind: Es geht nichts über ein Bewerbungsgespräch, bei dem man gemeinsam an einem Tisch sitzt. Es ist schon etwas anderes, mit dem Bewerber wirklich in einem Raum zu sein, ihn nicht nur digital erleben zu können. Aber wie oft bekommt man das heute wirklich noch hin?

Ich habe den Eindruck, dass bei vielen meiner Kunden und auch anderer Dienstleister der Bewerbungsprozess immer komplizierter wird. In meinem Blog habe ich dazu ein selbst erlebtes Beispiel dokumentiert. Im Umkehrschluss haben dadurch die Bewerber in der Regel mehr Termine, die sie wahrnahmen müssen. Und bei den Spritpreisen: Wer fährt heute noch von Karlsruhe nach Gummersbach, nur für ein erstes Vorstellungsgespräch? Bei einem meiner früheren Arbeitgeber wäre diese Weigerung noch ein KO-Kriterium gewesen, aber wie will man heute so noch an Mitarbeiter gelangen?

Ich persönlich finde, dass man die Hürden für ein Bewerbungsgespräch so niedrig wie möglich machen sollte. In meiner Branche geht es meistens auch um die Geschwindigkeit der Prozesse. Wir haben kaum Zeit dafür, lange auf einen Termin zu warten. Für ein erstes Gespräch will ich auch niemanden weit fahren lassen. Es geht noch mal Zeit drauf, das fände ich unhöflich dem Bewerber gegenüber. Wenn alles passt kommt es ja in der Regel zu einem Termin beim Kunden, da kann man sich auch vorher noch persönlich treffen und sich auch persönlich kennenlernen. Dazwischen gibt es viele Möglichkeiten für den weiteren Kontakt mit dem Bewerber. Ich finde, diese vielen “kleinen” Kontakte, die es bei Abstimmungen, Terminvereinbarungen, Profilklärungen und Anderem gibt, geben einen viel besseren Eindruck als der eine lange Termin (oder das psychologische Profil, um noch mal auf meine eigene Erfahrung zurückzugreifen).

Bewerbergespräch gut vorbereiten

digitales Bewerbungsgespräch - ein moderner Baustein bei der Personalgewinnung

Worauf ich auch bei einem digitalen Bewerbungsgespräch achte: Ich präsentiere mich dem Bewerber so, wie er mich auch bei einem Gespräch vor Ort erleben würde. Ich minimiere Ablenkungen, indem ich unter Anderem das Telefon umleite. Eine Tasse Tee darf auch nie fehlen! Ich bereite mich auf das Gespräch genauso vor, wie auf ein physisches Treffen. Dazu nutze ich die Bewerbungsunterlagen, Profile in sozialen Medien und eventuelle Publikationen des Bewerbers.
Dem Bewerbungsgespräch gingen in der Regel schon mehrere Telefonate vorher. Man kann also gleich schon im Thema einsteigen, wenn sich beide Partner im Gespräch eingefunden haben. Wenn ich dabei nach persönlichen Umständen des Bewerbers frage, gebe ich im Gegenzug auch immer persönliche Informationen preis. Am Ende ist es auch eine Vertrauensbasis, die darüber entscheidet, ob ich dem Kunden diesen Bewerber vorstellen möchte oder nicht. Dabei kommt es mir auf die Punkte an, ob der Bewerber erstens von seinen Fähigkeiten auf die Stelle passt und zweitens, ob auch seine Persönlichkeit zum Kunden passt. In der Regel vermittele ich langfristig ausgelegte Stellen, das muss auch für den Bewerber langfristig passen.

Gerade diese Vertrauensbasis ist im digitalen Bewerbungsgespräch schwieriger zu bewerten, als wenn man sich gegenübersitzt. Aber dieses Gespräch ist am Ende auch nur einer der Bausteine, aus dem die Entscheidung abgeleitet wird, ob man gemeinsam an den Kunden herantreten wird – oder halt auch nicht.

Aus meiner Sicht ist das digitale Bewerbungsgespräch ein gute und wichtige Errungenschaft der modernen Personalgewinnung. Sie passt in die Zeit, in der sich auch die Arbeit mehr und mehr dezentralisiert und damit flexibler wird. Und wenn man dafür auf eine Technik zurückgreifen kann, die in der Regel reibungslos funktioniert, gibt es kaum Gründe, die heute noch dagegen sprechen.

neuer Mitarbeiter und neue Telefonanlage

Kaum hat das Jahr so richtig angefangen, dürfen wir die ersten Veränderungen in der Firma bekannt geben:

neuer Mitarbeiter: Manfred Müller unterstützt die PRAGMATiKER bei der Personalgewinnung

Manfred Müller ist “der Neue”

Wir freuen uns sehr, dass wir ab heute von einem neuen Mitarbeiter in der Personalgewinnung unterstützt werden: Mit Manfred Müller werden wir durch einen erfahrenen Personaler unterstützt, der bereits auf lange Jahre als Personalleiter im Mittelstand zurückblicken kann. Herr Müller übernimmt bei uns die Erstansprache von Kandidaten für unsere Vermittlungen und Projekte und wird eingehende Bewerbungsunterlagen auswerten.

Herzlich willkommen, Herr Müller!

Neue Rufnummer durch neue Telefonanlage

Bedingt durch die Erweiterung der Telefonanlage auf eine virtuelle Lösung ändert sich ab heute auch unsere Telefonnummer. Die Änderung war nötig geworden, da wir jetzt alle aus dem Homeoffice arbeiten und damit eine dezentrale Lösung brauchen. Wir sind ab jetzt unter der Nummer

02261/91 636 -0

zu erreichen!

Die alte Rufnummer 02266/465 28 24 wird für eine Übergangszeit noch auf die Zentrale weitergeleitet. Wir bemühen uns nach Kräften, die alte Nummer durchgängig im Internet zu ersetzen.

Frohe Weihnachten!

Ich möchte allen Besuchern dieser Webseite, meinen Mitarbeitern, allen vermittelten Bewerbern, unseren aktuellen Bewerbern und natürlich auch allen Kunden in ruhiges, besinnliche und vor allem gesegnete Weihnachten wünschen!

gesegnete Weihnachten wünschen die PRAGMATiKER

Ich danke für ein gutes Jahr mit vielen tollen Begegnungen, mit vielem, das ich lernen durfte. Es gab tolle Erfolge für Bewerber und Kunden mit vermittelten Arbeitskräften. Sehr schnell habe ich auch die Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis bekommen. Und vor allem: Mit viel Bewahrung, vor allem im gesundheitlichen Bereich.

Jetzt kommt auch für mich die Weihnachtsruhe, in der ich mich auf meine Familie konzentrieren möchte und darauf besinnen möchte, darum wir Weihnachten feiern: Wegen dem größten Geschenk, das die Menschen überhaupt bekommen konnten.

Bis zum 02.01.2022 ist die telefonische Erreichbarkeit der Firma stark eingeschränkt, Mails werden aber gerne kurzfristig beantwortet. Bewerbungen auf die aktuellen Stellen nehme ich aber gerne entgegen!

Bitte bleiben Sie alle gesund, ich freue mich auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

Kommen Sie gut rüber!

Ihr Mathias Leopold

Pragmatismus zur Zeit von Corona

Nein, die Pandemie ist noch nicht vorbei, und gerade werden wir in der mittlerweile vierten Welle daran erinnert, dass wir als Gesellschaft Corona immer noch nicht im Griff haben. Vier Wellen, die wir im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Glauben, zwischen Verordnungen und Eigenverantwortung verbracht haben. Und so, wie ich die Sache sehe, kann uns aktuell auch keiner versprechen, dass da keine fünfte oder noch mehr Wellen kommen.

Corona - Schutz für alle

Was soll man also tun, um mit dieser Situation umzugehen? Klare Antwort: Was man kann! Meine ganze Familie hat sich gegen Corona impfen lassen, sobald es uns möglich war. Uns ging es darum, dem Virus möglichst wenig Angriffsfläche innerhalb der Familie zu bieten. Wahrscheinlich geht es auch vielen so, die diese Zeilen lesen: Wir haben in der Familie alte Leute, die wir nicht in Gefahr bringen wollen. So ist es auch mit Familienmitgliedern, die schwere Vorerkrankungen haben. Um die zu schützen muss man sich nur impfen lassen? Super, machen wir!

Wir haben aber auch Kinder, die in diesen Tagen vor allem im Oberbergischen Kreis wieder einmal besonderen Risiken ausgesetzt sind, sich eine Corona-Infektion einzufangen. Impfen geht zur Zeit noch erst am 12 Jahren, und wenn das Risiko bei meinen Kindern, an Long-Covid zu erkranken auch nur gering ist, gehen wir für die Kinder doch kein Risiko ein. Der tägliche Blick in die aktuellen Inzidenzen ist mittlerweile Routine.

Wir tragen Masken, wenn wir einkaufen oder in die Stadt gehen (aktuell nur sehr wenig), halten Abstand, bemühen uns um Kontaktbeschränkungen. Im November war das geburtstagstechnisch eine Herausforderung für uns, die Feiern fielen halt kleiner aus. Oder ganz aus. Aber lieber so, und dafür bleiben wir alle gesund. Und nicht nur wir, sondern auch alle die, die wir sonst angesteckt hätten.

Und geschäftlich?

Die meisten meiner Termine kann ich online erledigen – dank moderner, mittlerweile nahezu schwellenlos verfügbarer Technik, die auch mich als Unternehmer nicht viel kostet. Die meisten meiner Kunden bevorzugen aktuell auch online-Meetings, lernen meine Kandidaten bzw. Mitarbeiter erst nach einem ersten virtuellen Gespräch auch persönlich kennen. Bewerbertermine erledige ich telefonisch und gerne auch online. In der Zeit, in der ich jetzt selbständig tätig bin, habe ich erst einen einzigen Bewerber im Erstgespräch persönlich getroffen, da er zwei Orte weiter wohnte.
Ich bin immer noch ein Freund vom persönlichen Kennenlernen und am liebsten stecke ich meine Nase auch in die Firmen hinein, denen ich Mitarbeiter zur Verfügung stelle. Aber zur Zeit ist mir das auch zu gefährlich, für alle Beteiligten.

Laufen die aktuellen Beschränkungen meiner persönlichen Freiheit entgegen? Ja, schon. Aber: Muss ich meine persönlichen Freiheiten denn um jeden Preis verteidigen, wenn ich damit anderen Menschen Schaden zufüge? Meine Meinung dazu ist, dass wir uns lieber jetzt alle zusammennehmen sollten, um schnell aus der Nummer wieder rauszukommen, als auf Rechte zu pochen und damit die Sache unendlich in die Länge zu ziehen. Für mich ist das ein pragmatischer Kompromiss.

Ich freue mich schon auf die Zeit, in der wir uns alle wieder persönlich treffen können, ohne dabei Sorge vor Krankheiten haben zu müssen. Wann diese Zeit kommt, kann heute noch keiner sagen. Bis es aber soweit ist, werde ich auch weiterhin alles tun, um meine Familie, meine Mitmenschen und auch mich selbst zu schützen.

Warum ich keine Personalschmiede betreibe

Ein Bewerber, mit dem ich neulich unterwegs war, meinte es gut mir mir: Da ich ja noch ein junges Unternehmen habe, gab er mir gerne seine Eindrücke zu meinem Auftreten (digital / analog) wieder. Das er meine Art im Umgang mit Bewerbern gelobt hat und er bemerkt hat, dass ich mich um Kommunikation auf Augenhöhe bemühe, erwähne ich an dieser Stelle nicht weiter. Er war aber der Meinung, dass mein Auftritt zu schlicht ist. Ein Logo, das jeder mit einer Textverarbeitung selbst nachmachen kann? Keine graphischen Elemente? Da fehle der gewisse Kick. Wie sähe es denn mit Alleinstellungsmerkmalen aus? Also, so rein optisch?

Ich fand es sehr nett, dass er sich darüber Gedanken gemacht hat. Das habe ich im Vorfeld natürlich auch, sogar sehr intensiv. Und meine Entscheidung auch für das Logo in dieser Form traf ich aus guten Grund.

Personalschmiede oder gelebter Pragmatismus?

Personalschmiede oder Personalmanufaktur? Gute Leute muss man finden, die kann man sich nicht selbst machen...

Als ich mich in der Gründungsphase mit dem Thema befasste, wollte ich mich natürlich vom Wettbewerb absetzen. Erste mögliche Firmennamen beinhalteten Worte wie “Personalschmiede”, “Personalmanufaktur” oder gar “Personalspezialitäten”. Das klang alles ganz nett und sollte zeigen, dass es bei mir “handverlesenes Personal” gibt, möglichst zur Direktvermittlung. Aber mit der Zeit wurde mir klar, dass ich nicht behaupten konnte, Personal zu “machen”. Nein, ich arbeite auch mit ganz normalen Bewerbern, die alle positive und negative Eigenschaften haben – so wie ich selbst auch. Gute Leute muss man finden, und “gut” sagt eigentlich nur etwas über die Passung auf die Stelle aus. Der Kern meiner Arbeit sollte werden, die passenden Leute zusammenzubringen. Und das so, dass alle etwas davon haben. Es war ein pragmatischer Ansatz: Mit dem arbeiten, was man hat!

Das bedeutete für mich, dass ich auf alles verzichten wollte, was diesem Pragmatismus entgegensteht. Wenn es mir am Ende des Tages nur darum geht, die passenden Leute zusammenzubringen, wozu brauche ich dann eine Werbeagentur? Die verpasst mir nur ein teures Corporate Design, das mir nicht einen neuen Bewerber bringt. Wozu soll ich mich größer machen, als ich bin? Meine Kunden beauftragen mich doch nur deshalb, weil sie mir persönlich vertrauen. Was hilft mir ein hipper Instagram-Account, wenn er doch nur leere Inhalte haben würde?

Pragmatismus bedeutet für mich im Arbeitsalltag, niemandem zu irgendwas zu überreden. Es bedeutet für mich, Bewerbern und Kunden gleichermaßen offen und ehrlich gegenüberzutreten: Wir machen, was geht. Und was nicht geht, das lassen wir. Pragmatismus findet man bei mir auch in der Kommunikation: Ich komme lieber gleich zur Sache und quatsche die Leute nicht mit Smalltalk tot. Aufwändige Formalismen, 1000 Mails nach der Bewerbung? Nicht bei mir! Dafür habe ich immer für alle ein offenes Ohr – und wer will, bekommt auch einen guten Rat von mir.

die PRAGMATiKER bedeutet für alle Beteiligten WYSIWYG. Und wer etwas Ausgefalleneres und Kreativeres sucht, dem kann ich gerne meine Science-Fiction Kurzgeschichten drüben auf www.armatin.net empfehlen.

In diesem Sinne: Hier bleibt es pragmatisch, dafür mit fundierten Inhalten!

Ihr Mathias Leopold

Gedanken zur Überlassung von Personal

Ja, ich weiß: Überlassung von Personal ist ein streitbares Thema. Man muss sich nur einmal die Wahlprogramme der Parteien für die Bundestagswahl ansehen, da sieht man: Die Einen würden die Arbeitnehmerüberlassung sofort abschaffen wollen, die Anderen wollen sie sogar ausbauen. Diese Form der Arbeit hat den schlechten Ruf, Menschen zu Arbeitern zweiter Klasse zu machen. Die Regierung versucht seit Jahren, dem entgegenzuwirken und hat Einiges dafür getan, dass Mitarbeiter in Arbeitnehmerüberlassung gleichgestellt sind mit denen, die in einem direkten Arbeitsverhältnis stehen.

Was genau ist Arbeitnehmerüberlassung?

Vielleicht erst einmal zur Klärung, um was es eigentlich geht: Bei der Überlassung von Personal geht der Mitarbeiter zunächst einen Arbeitsvertrag mit einem Dienstleister, dem Verleiher, ein. Schon im Vertrag ist geregelt, dass der Mitarbeiter seine Leistung im Betrieb des Kunden seines Arbeitgebers erbringt. Dort wird er vom Kunden wie ein eigener Mitarbeiter eingesetzt und erhält seine Weisungen direkt vom Kunden. Sein Gehalt bzw. Lohn erhält der Arbeitnehmer vom Verleiher, der die Arbeitskraft wiederum dem Kunden in Rechnung stellt.

Gleichstellung

Der Gesetzgeber gibt bei der Arbeitnehmerüberlassung enge Grenzen vor, damit Arbeitnehmer in der Überlassung nicht schlechter gestellt ist, als der direkt angestellte Mitarbeiter. Vereinfacht gesagt gibt es dafür zwei Möglichkeiten:

  1. Der Verleiher stellt den Mitarbeiter auf Basis eines Tarifvertrags ein. Durch die Einstufung seiner Qualifikation erhält der Mitarbeiter eine vergleichbare Entlohnung und Konditionen wie sein festangestellter Kollege beim Kunden.
  2. Der Kunde gibt dem Verleiher an, wie ein entsprechend qualifizierter und eingesetzter Mitarbeiter bei ihm direkt entlohnt wird. Diese Angabe ist für den Verleiher bindend und er muss nachweisen, dass er mindestens genauso gut oder besser entlohnt, als der Kunde.

Die Arbeitsagentur als zuständige Behörde prüft die Verleiher selbst und auch die einzelnen Einsätze sehr streng. Bei Verstößen gegen die Gleichstellung drohen dem Verleiher hohe Geldstrafen und der Entzug der Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis.

der schlechte Ruf…

Teambesprechung im Lager. Bei der Überlassung von Personal erhalten externe Kräfte Ihre Anweisungen gleich vom Kunden.

… stammt oft noch aus der Vergangenheit. Es hat Trickser gegeben, die mit zweifelhaften Tarifen die Mitarbeiter zu Dumpinglöhnen eingestellt haben. Schwarze Schafe gibt es leider in jeder Branche, und auch heute ist sicherlich noch der eine oder andere Dienstleister zu finden, der noch nicht im Sinne der Gesetze handelt. Die Arbeitsagentur ist aber kontinuierlich dabei, diese Dienstleister zu finden und entweder mit ihnen gemeinsam die Prozesse zu korrigieren oder aber Strafen zu verhängen.

Viele Mitarbeiter haben auch noch im Kopf, dass es bei der Arbeitnehmerüberlassung rein und raus geht, sprich: Ist der Kunde weg, kommt die Kündigung. Aus meiner Sicht, also der Arbeit mit Ingenieuren, Technikern und Informatikern, muss man diese Aussage etwas anders betrachten. In der Zeitarbeit, also bei Hilfskräften, gibt es tatsächlich eine höhere Fluktuation. Das ist zum Teil dem Bedarf geschuldet: Die Kunden besorgen sich über die Zeitarbeit Hilfskräfte für Auftragsspitzen oder Ausfälle von eigenem Personal. Das ist oftmals nur kurzfristig, im gewerblichen Bereich selten über Monate hinweg. Das führt natürlich zu Unsicherheiten, vor allem in Richtung Projektende. Aber sind festangestellte Mitarbeiter, die noch nicht lange im Kundenunternehmen sind, nicht ebenso einfach zu kündigen?

Bei Ingenieuren, Technikern und Informatikern werden jedoch die Mitarbeiter nicht ausschließlich wegen ihrer Arbeitskraft, sondern auch wegen ihrem Know-How angefordert. Projekte sind langfristiger planbar und oftmals werden Mitarbeiter am Ende der Projekte vom Kunden für weitere Projekte übernommen.

Es geht auch anders!

Aus meiner Sicht ist die Arbeitnehmerüberlassung daher vor allem in höher qualifizierten Berufsgruppen ein gutes Mittel, um…

  • … als Mitarbeiter einen zukünftigen Arbeitgeber richtig kennenzulernen, ohne sich gleich zu binden
  • … wertvolle Erfahrung bei unterschiedlichen Kunden in aufeinanderfolgenden Projekten zu sammeln und so auch seinen “Marktwert” zu erhöhen
  • … als Kunde Mitarbeiter kennenzulernen und später selbst zu verpflichten
  • … Projekte erfolgreich abzuwickeln, ohne langfristiges Personal zu binden
  • … spezielles Know-How einzusetzen, das nur über einen begrenzten Zeitraum benötigt wird.

Es kommt aber darauf an, wie man mit dieser Dreiecksbeziehung umgeht. Immer wieder hört man von Dienstleistern den Satz: “wir finden sicher ein Nachfolgeprojekt für Sie”. Oder das Versprechen: “Sie bekommen nach Projektende keine Kündigung”. Mit diesem Wunschdenken wirbt der Dienstleister für sich, aber Tatsache ist: Es kann Ihnen niemand garantieren, dass Sie nach dem ersten Projekt ein Weiteres bereit steht. Die Dienstleister können sich sicherlich Mühe geben und manchmal klappt es auch. Mit einer Garantie oder auch nur hohen Wahrscheinlichkeiten werde ich in meinem eigenen Unternehmen niemals Werbung machen.

offene Kommunikation und Ehrlichkeit

Nur mit gemeinsam festgelegten Zielen weis in der Arbeitnehmerüberlassung jeder Beteiligte, woran er ist.

Ich versuche immer, die richtigen Mitarbeiter und die richtigen Unternehmen zusammenzubringen. Bisher über die Direktvermittlung, aber auch die Arbeitnehmerüberlassung kann ein gutes Mittel sein, um dieses Ziel zu erreichen. Wichtig ist mir dabei, mit allen Beteiligten von Anfang an ein gemeinsames Ziel zu haben. Das kann die Übernahme sein, wenn zum Ende der vereinbarten Zeit alle Seiten damit einverstanden sind. Wenn es sich aber um projektbezogene Aufgaben handelt, dann muss das von Anfang an ebenfalls allen Beteiligten klar sein! Ich möchte dieses Thema gleich von Anfang an transparent gestalten. Daher werde ich im Vorstellungsgespräch beim Kunden mit ihm und dem Bewerber gemeinsame Zielvorstellungen definieren.

Weil ich wirklich jede Chance nutzen möchte, um Mitarbeiter und Unternehmen sinnvoll zusammenbringen zu können, biete ich demnächst ebenfalls die Möglichkeit der Arbeitnehmerüberlassung an – und damit wird mein Unternehmen um eine Facette reicher. Den Antrag dazu habe ich bereits eingereicht.

Wenn es soweit ist, informiere ich in diesem Blog, auf meinem XING-Profil und natürlich in meinen eigenen Stellenausschreibungen hier auf der Webseite.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Mathias Leopold

neue Mitarbeiter gleich ins Homeoffice schicken?

Zusammenarbeit ohne gemeinsames Büro

Die Geschäfte laufen gut – bislang habe ich alles alleine hinbekommen, doch ich merke: Wenn sich die Auftragslage weiter so entwickelt, dann werde ich entweder nicht mehr in der selben Qualität arbeiten können, wie bisher oder ich kann nicht mehr alle Kunden bedienen, die sich an mich wenden. In den letzten Tagen habe ich also überlegt, mir Unterstützung zu holen. Die Frage ist: Wie kann das funktionieren, wenn man (noch) kein eigenes Büro hat, sondern nur im Homeoffice arbeitet? Funktioniert das überhaupt?

Homeoffice: Vertrauen vs. Kontrolle

In den Unternehmen, in denen ich bisher als Angestellter gearbeitet habe, war es lange Zeit undenkbar, von zu Hause aus zu arbeiten. Mitarbeiter nicht tagtäglich im Büro zu haben war für meine Chefs gleichbedeutend mit der Aufgabe der Kontrolle über die Mitarbeiter. Ein stückweit kann ich das nachvollziehen, es ist schon ein Unterschied, einen Mitarbeiter im Haus zu haben und ihn jederzeit sehen und ansprechen zu können, oder erst zum Telefon greifen zu müssen, um mit ihm sprechen zu können. Aber wie wurde das praktisch gelebt?

In einem Unternehmen saß ich gleich gegenüber vom Büro des Chefs, ich hörte, was er tat und er hörte, was ich tat. Für die Anfangszeit war das gut, denn so konnten wir uns aufeinander einstellen. Später jedoch empfand ich es zunehmend als Kontrolle.

Im anderen Unternehmen hatte ich ein Büro mit einem Kollegen zusammen, später saß ich alleine. Die Chefs kamen nur selten vorbei, ich hatte mehr Freiraum und konnte mich in meinem eigenen Stil besser entfalten. Es schien weniger Kontrolle zu geben, aber trotzdem war es undenkbar, Mitarbeiter ins Homeoffice zu entlassen. Hier fehlte das Vertrauen in die Fähigkeiten und die Selbstmotivation der Mitarbeiter.

Meiner Meinung nach ist Kontrolle der falsche Ansatz. Wenn ich als Chef meine Mitarbeiter kontrollieren muss, habe ich entweder die falschen Mitarbeiter, habe die Vorgaben und Abläufe nicht klar definiert oder setze kein Vertrauen in die Fähigkeiten und die Loyalität meiner Mitarbeiter. Das fände ich sehr schade!

Das gemeinsame Ziel

Ich möchte gerne Mitarbeiter einstellen, damit ich mehr für meine Kunden und für meine Mitarbeiter und Bewerber erreichen kann. Dafür suche ich Mitarbeiter, die einen passenden pragmatischen Ansatz haben und sich mit diesen Zielen identifizieren können. Meine Haltung dabei ist “mit meinen Mitarbeitern” und nicht “durch meine Mitarbeiter”. Das bedeutet, Freiheiten einzuräumen, um sich hinter einem gemeinsamen Ziel zu vereinen statt die Mitarbeiter einfach nur ein stupides Muster abarbeiten zu lassen. Ich möchte nicht mit Arbeitsautomaten zu tun haben, die man irgendwann mal durch einen Algorithmus ersetzen kann, sondern mit Menschen, die ihre eigene Menschlichkeit mit einbringen. Denn so, wie ich mit meinen internen Mitarbeitern zusammenarbeiten möchte, arbeite ich auch mit Kunden und meinen externen Mitarbeitern beziehungsweise den Bewerbern zusammen. Das bedeutet auch, den Mitarbeitern ein gesundes Vertrauen entgegenzubringen – und damit, sie von Anfang an im eigenen Homeoffice arbeiten zu lassen!

Ich suche daher breit nach Mitarbeitern, sowohl auf der Vertriebs- wie auch auf der Personalseite. Weniger wird es mir dabei darauf ankommen, was meine zukünftigen Mitarbeiter als Ausbildung gemacht haben, sondern eher, wie sie an Aufgabenstellungen herangehen. So kann ich ein dynamisches, pragmatisches Team zusammenstellen, das nicht uniform ist. Wir sind gerne so bunt wie auch die Kunden und die Bewerber draußen. Und da das ein wenig dauern kann, fange ich am Besten gleich damit an…