Warum ich keine Personalschmiede betreibe

Ein Bewerber, mit dem ich neulich unterwegs war, meinte es gut mir mir: Da ich ja noch ein junges Unternehmen habe, gab er mir gerne seine Eindrücke zu meinem Auftreten (digital / analog) wieder. Das er meine Art im Umgang mit Bewerbern gelobt hat und er bemerkt hat, dass ich mich um Kommunikation auf Augenhöhe bemühe, erwähne ich an dieser Stelle nicht weiter. Er war aber der Meinung, dass mein Auftritt zu schlicht ist. Ein Logo, das jeder mit einer Textverarbeitung selbst nachmachen kann? Keine graphischen Elemente? Da fehle der gewisse Kick. Wie sähe es denn mit Alleinstellungsmerkmalen aus? Also, so rein optisch?

Ich fand es sehr nett, dass er sich darüber Gedanken gemacht hat. Das habe ich im Vorfeld natürlich auch, sogar sehr intensiv. Und meine Entscheidung auch für das Logo in dieser Form traf ich aus guten Grund.

Personalschmiede oder gelebter Pragmatismus?

Personalschmiede oder Personalmanufaktur? Gute Leute muss man finden, die kann man sich nicht selbst machen...

Als ich mich in der Gründungsphase mit dem Thema befasste, wollte ich mich natürlich vom Wettbewerb absetzen. Erste mögliche Firmennamen beinhalteten Worte wie „Personalschmiede“, „Personalmanufaktur“ oder gar „Personalspezialitäten“. Das klang alles ganz nett und sollte zeigen, dass es bei mir „handverlesenes Personal“ gibt, möglichst zur Direktvermittlung. Aber mit der Zeit wurde mir klar, dass ich nicht behaupten konnte, Personal zu „machen“. Nein, ich arbeite auch mit ganz normalen Bewerbern, die alle positive und negative Eigenschaften haben – so wie ich selbst auch. Gute Leute muss man finden, und „gut“ sagt eigentlich nur etwas über die Passung auf die Stelle aus. Der Kern meiner Arbeit sollte werden, die passenden Leute zusammenzubringen. Und das so, dass alle etwas davon haben. Es war ein pragmatischer Ansatz: Mit dem arbeiten, was man hat!

Das bedeutete für mich, dass ich auf alles verzichten wollte, was diesem Pragmatismus entgegensteht. Wenn es mir am Ende des Tages nur darum geht, die passenden Leute zusammenzubringen, wozu brauche ich dann eine Werbeagentur? Die verpasst mir nur ein teures Corporate Design, das mir nicht einen neuen Bewerber bringt. Wozu soll ich mich größer machen, als ich bin? Meine Kunden beauftragen mich doch nur deshalb, weil sie mir persönlich vertrauen. Was hilft mir ein hipper Instagram-Account, wenn er doch nur leere Inhalte haben würde?

Pragmatismus bedeutet für mich im Arbeitsalltag, niemandem zu irgendwas zu überreden. Es bedeutet für mich, Bewerbern und Kunden gleichermaßen offen und ehrlich gegenüberzutreten: Wir machen, was geht. Und was nicht geht, das lassen wir. Pragmatismus findet man bei mir auch in der Kommunikation: Ich komme lieber gleich zur Sache und quatsche die Leute nicht mit Smalltalk tot. Aufwändige Formalismen, 1000 Mails nach der Bewerbung? Nicht bei mir! Dafür habe ich immer für alle ein offenes Ohr – und wer will, bekommt auch einen guten Rat von mir.

die PRAGMATiKER bedeutet für alle Beteiligten WYSIWYG. Und wer etwas Ausgefalleneres und Kreativeres sucht, dem kann ich gerne meine Science-Fiction Kurzgeschichten drüben auf www.armatin.net empfehlen.

In diesem Sinne: Hier bleibt es pragmatisch, dafür mit fundierten Inhalten!

Ihr Mathias Leopold

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